kreuzbandriss

teil 2 - häufige ursachen - typische situationen

jwqlb header

crashIn diesem Artikel will ich ein paar Worte über die typischen Unfallmechanismen beim Volleyball verlieren.

1. Umdrehen bei der Annahme
Der Ball kommt auf dich zu.
Er wird länger und länger …
Du drehst dich um.
Der Unterschenkel dreht bedauerlicherweise nicht mit, er rotiert also inwärts.
Die beiden Kreuzbänder verdrillen sich und es macht einen Knall.
Das vordere ist gerissen.
Dieser Unfallmechanismus passiert wohl eher beim Beachen oder auf besonders gut haftenden Hallenböden.
Der Grund für eine solche Fehlsteuerung im Körper ist häufig eine mangelnde Sensomotorik,
d.h. Eigenwahrnehmung der Körperstellung, und eine unzureichende Körperspannung.
Neben dem Training der Sensomotorik zur Verbesserung der Körperwahrnehmung, kann ein Training des Bizeps femoris (äußerer Oberschenkelmuskel) der Innenrotation entgegen wirken.
kreuzband
2. Ungünstige Landung nach einem Partnerblock
Du und dein Mitspieler laufen zum Block an.
Ein Partner drückt sich beim Absprung nicht nur nach oben ab, sondern fliegt auch stark seitlich auf seinen Nebenmann zu – es kommt zu einer Kollision.
Der Mitspieler prallt seitlich und nach hinten ab, da er nur eine mangelnde Körperspannung aufgebaut hatte.
Da er nach hinten fällt, spannt er aus Schutzgründen seinen Quadrizeps an.
Knickt das Knie nun auch noch zusätzlich etwas nach innen weg, dann wird der Zug auf das vordere Kreuzband so groß, dass es reißt.
kreuzband
3. Einbeinige Landung nach einem Angriff
Du läufst an, siehst, dass der Ball weiter nach außen kommt als du dachtest, springst nach außen weg und landest ungünstig einbeinig.
Dein Oberkörper ist seitlich über dein Standbein verlagert, damit du den Ball noch erwischst.
Du bist im Flug durch den ungünstigen Ball abgelenkt und unkoordiniert.
Du landest instabil, dein Knie knickt nach innen weg.
Dann ist es schon passiert: das vordere Kreuzband ist durchtrennt.
Die ungünstige Verlagerung des Oberkörpergewichts führt zu einer Erhöhung der gefährlichen Valgusmomente.
Diese Momente geben an, wie stark dein Knie durch äußeren Kräfte (erzeugt durch die Schwerkraft) nach innen gedrückt wird.
Dies hängt wiederum maßgeblich davon ab, wie sich dein Kniegelenk im Vergleich zum Rest des Körpers im Raum befindet.
Bei einer Verlagerung deines Schwerpunktes über das Standbein, verändert sich der Verlauf der Lastlinie (weiter außen), sodass dein Knie stärker nach innen gedrückt wird.
Hast du dann auch noch schwache Hüftabduktoren und die Tendenz zu einem Senkfuß, dann wirst du radikal nach innen wegknicken.
Dein Kreuzband ist in dieser Situation schutzlos und reißt durch!
kreuzband
Hab ich bei dir Interesse an diesem Thema geweckt?
Dann schau doch mal auf unserer website www.fitnesswarrior.de vorbei und lade dir das kostenlos Präventionsprogramm runter.
Auf der website findest du viele Infos zur Verletzungsprävention, insbesondere den Kreuzbändern.
Da wird noch eine Reihe von Artikeln in den nächsten Wochen erscheinen.
Sei auch gespannt auf den nächsten Artikel.

Sportliche Grüße wünscht Christina,
euer fitnesswarrior

weitere infos zu christina und ihrem wirken als fitnesswarrior findet ihr auf ihrem weblog unter
www.fitnesswarrior.de

christina frese


Ähnliche Artikel:


War dieser Artikel interessant oder hilfreich für dich?

    (0%) (0%) (0%) (0%) (100%)
    2 Meinungen


    Hinterlasse bitte eine Antwort