glückwunsch an germania neinstedt

ausrutscher kostete uns den 5. platz

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crashdurch eine sicher vermeidbare niederlage der neinstedter gegen den sv hedersleben am letzten spieltag rutsche unser team von germania gernrode leider noch auf den 6. platz.
aber das soll natürlich keine schuldzuweisung an die adresse der neinstedter bedeuten.
wir hatten es eigentlich selbst in der hand.

mitteldeutsche zeitung vom 30.03.2010:
Autor: Jürgen Rummel

NEINSTEDT/MZ Wäre die erste Halbserie der Volleyball-Harzliga nicht so vom Titelverteidiger Germania Neinstedt beherrscht worden, hätte es noch ein spannendes Finale geben können.
Denn die Mannschaft der zweiten Halbserie war die TSG GutsMuths, die sich nur eine Niederlage leistete und Neinstedt die erste Niederlage beibrachte. Nun gelang dies zum Abschluss auch noch dem SV Hedersleben, der in Neinstedt antreten musste.

Mit 25:20 und 25:21 holten sie die Punkte aus der Höhle des Löwen, was sie in der Tabelle auf Rang fünf vorstoßen ließ, punktgleich mit dem Vierten. Neinstedt verteidigte trotz der Niederlage seinen Meistertitel aus dem Vorjahr.
Sie hatten von Beginn an die Tabelle angeführt und waren bis kurz vor Schluss punkt- und satzverlustfrei geblieben.
GutsMuths entledigte sich der Heimaufgabe gegen Fortuna Ballenstedt III mit 25:12 und 25:12 souverän, letztlich konnten sie dem Meister nur noch bis auf zwei Punkte nahe kommen.

Spannend ging es am letzten Spieltag in Thale zu, wo Stahl 69 (4.) seine Tabellennachbarn Medizin Thale (3.) und Germania Gernrode (5.) empfing.
Während Medizin schon sicherer Dritter war, aber noch zum Vizerang schielen konnte, ging es für Stahl und Gernrode im Fernduell mit Hedersleben um den vierten Platz.
So lag zwischen dem Gastgeber und Gernrode viel Brisanz.
Bis zum 6:4 führte Stahl, musste Germania dann passieren lassen, die sich lautstark förmlich aufputschten. Jeder Punkt wurde frenetisch gefeiert.
Vielleicht ließ sich Stahl davon viel zu sehr beeindrucken.
Auch wenn sich der Rückstand konstant hielt, konnte er nicht mehr entscheidend verkürzt werden (19:25). Drohte der Absturz in der Tabelle?
Stahl versuchte dies auszublenden und sich zu konzentrieren, was nun besser gelang.
Peter Scholz setzte seine Angreifer variabel in Szene und Harald Seifert gelangen gleich zu Beginn zwei spektakuläre Angriffe auf der sonst ungeliebten Mittelposition.
Mit jedem Punkt wurden die Gernröder ruhiger und bei 3:10 versuchten sie die Bremse zu ziehen.
Eine Wende gelang nicht, weil den Gernröder Angreifern jetzt das Selbstvertrauen abhanden gekommen war. Thale glich mit 25:18 nach Sätzen aus. War der Entscheidungssatz in dieser Saison nie die Sache der Stahlsechs gewesen, sollte es diesmal anders kommen.
Thale ließ über 6:3 und 11:6 den Germanen keine echte Chance mehr (15:7).
Damit war der Angriff auf den vierten Tabellenplatz abgewehrt.

Noch lauerten die Hederslebener im Fernduell. Daher musste gegen Medizin möglichst ein zweiter Erfolg her. Uwe Langhoff, nicht ganz fit in die Partie gegangen, nahm sich eine Auszeit.
Dies jedoch allein war nicht der Ausschlag, dass Stahl einer stetigen Führung der Mediziner hinterherlief.
Jeder Versuch den Ausgleich zu schaffen wurde abgewehrt, weil es Schmidt, Zeumer und Künne immer wieder gelang, Lücken im Block der Stahlspieler zu finden.
Mit 25:22 ging der erste Satz verdient an Medizin (25:22).
Zu Beginn des zweiten Satzes kehrte Langhoff zurück. Jetzt drehte sich das Spiel analog zur Partie gegen Gernrode.
Vor allem die Youngster Stefan Scholz und Markus Rodenstein sorgten mit sicherer Annahme und überraschenden Angriffsaktionen dafür, dass Stahl für den gegnerischen Block schwer auszurechnen war.
Die Fehler häuften sich bei Medizin und so fiel das Ergebnis deutlich aus (25:17).
Der Entscheidungssatz sah Stahl mit 2:0 in Führung, bevor Medizin ihrerseits bei 8:7 den Seitenwechsel einleitete.
Stahl ließ sich nicht abschütteln und übernahm bei 12:11 wieder die Vorhand. Der längste Ballwechsel des Abends brachte die Vorentscheidung zum 14:12 für Stahl.
Zwar verschlug Langhoff den ersten Matchball, doch im zweiten Anlauf versenkte Seifert zum 15:13.

Wie wichtig der Erfolg war, zeigte sich erst, als das Ergebnis aus Neinstedt vorlag.
Durch den Erfolg über den Meister hatte Hedersleben aufgeschlossen.
Auch die Satzdifferenz ist gleich, so dass die mehrgewonnenen Sätze den Ausschlag für Stahl im Kampf um Platz vier gaben.
Als Gernrode mit wiedergewonnener Energie zum Abschluss des Abends einen deutliche Erfolg über die Mediziner (25:11 und 25:22) feierte, konnten sie noch nicht wissen, dass sie dennoch den SV Hedersleben in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen mussten.
Am Ende wurde die Harzliga so spannend, wie man sie sich von Anfang an gewünscht hätte.
Die Nachholespiele der Roßtrapper können nichts mehr ändern.

platzteampunktverhältnissatzverhältnis
1.germania neinstedt28:0428:05
2.gutsmuths qlb II24:0625:08
3.medizin thale20:1223:13
4.stahl thale 6918:1421:17
5.sv hedersleben18:1419:15
6.germania gernrode16:1619:19
7.stahl thale roßtrapper12:1614:18
8.fortuna ballenstedt III04:2404:24
9.fsg quedlinburg00:3200:32

jwqlb

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