volleyball casebook
einleitung

“casebook” kommt aus dem englischen und heißt wörtlich übersetzt “fallbuch”.
in diesem “buch” werden praktische, also in der vergangenheit tatsächlich eingetretene, spielsituationen und daraus resultierende regelauslegungen von volleyballschiedsgerichten unter die lupe genommen und kommentiert.
das werk trägt internationalen charakter und wird von der regelkommission des fivb, also vom volleyball-weltverband, zusammengestellt und veröffentlicht.
leider sind die inhalte des casebooks nicht so publik wie die horoskope in den einschlägigen tageszeitungen.
um das zu ändern werde ich hier unregelmäßig aber systematisch ausgewählte fallentscheidungen veröffentlichen.
systematisch deshalb, weil des casebook ähnlich fortlaufend aufgebaut ist, wie die kapitelreihenfolge in den internationalen volleyball-spielregeln.
es lohnt sich auf jeden fall, wenn man das regelbüchlein bei der hand hat, um noch mal kurz nachschlagen und vergleichen zu können.
und ich kann euch versprechen, dass es nie langweilig wird, denn die dargestellten situationen sind teilweise so außergewöhnlich und kurios, dass man schmunzelnd staunt oder staunend schmulzeln muss.
mir geht es jedenfalls so.
diese veröffentlichung soll natürlich auch dazu beitragen, den eigenen volleyballerischen regelhorizont zu erweitern.
aha-effekte werden sicher nicht ausbleiben.
hier noch ein auszug aus dem vorwort zum aktuellen casebook 2007:
“… Eine richtige und einheitliche Regelauslegung weltweit zu erreichen ist … sehr wichtig für die Weiterentwicklung dieses Spiels.
Die Auflistung von Fällen ist von die Regelkommission der FIVB anhand der neuesten Fassung der Spielregeln offiziell bearbeitet und kommentiert worden.
Die Regelungen erweitern und verdeutlichen den Geist und die Bedeutung der Spielregeln und stellen die offizielle Auslegung dar, der in allen Wettbewerben gefolgt werden soll.
Durch die Veröffentlichung werden Schlüsselsituationen beleuchtet, um den Entscheidungsprozess zu fördern und zu vereinheitlichen.
Es wird erwartet, dass diese Ausgabe deshalb weiterhin von großem Wert für Spieler, Trainer und speziell Schiedsrichter sein wird,
so dass jeder auf eine einheitliche Entscheidungsfindung vertrauen kann, unabhängig davon, wer des Spiel leitet oder welcher Qualität der Wettbewerb ist…. ”
ihr könnt natürlich euren senf dazu geben, denn einige situationen und entscheidungen sind diskussionswürdig und rufen sicherlich manchmal auch stirnrunzeln hervor.
jwqlb
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10 Kommentare in “volleyball casebook”
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Guten Morgen,
Idee finde ich gut, würde selbst gern öfter solche “Fallbeispiele ” sehen wollen, würde bestimmt helfen, und vor allem unsere oft so aufgebrachte Stimmung in “Notfällen” zumindest “glätten” helfen…..
am besten, immer schön regelmäßig was veröffentlichen, jörg, also nicht zu selten!
und zur Taktik mal für uns generell, wir sollten wie letztes mal im Training angesprochen, ruhig mal wieder anfangen, im training auch taktik mit hilfe einer Tafel oder Flipchart oder ähnlich zu besprechen, merke bei mir selbst, daß es Defizite im Stellungsspiel oder in der Blockarbeit gibt, wie könnten wir das machen?
@ matthias:
ja, matthias, ich kann da schon ‘ne menge stoff veröffentlichen.
so ca. 150 fallentscheidungen liegen mir vor.
davon sind aber einige in meinen augen relativ uninteressant, oder was hälts du von folgendem fall:
“In einem Spiel verletzt sich der Libero beim offiziellen Aufwärmen.
Der Trainer will den Mannschaftskapitän als neuen Libero benennen.
Der 1. Schiedsrichter weist seinen Antrag zurück, da die Spielregeln es dem Libero verbieten, als Mannschafts- oder Spielkapitän zu agieren.
Handelt der Schiedsrichter richtig?”
ab dem 14.01.2008 werde ich mit dem ersten fall beginnen.
ich würde aber vor einer neuveröffentlichung immer erst einmal eine gewisse zeit verstreichen lassen wollen, um euch zeit für reaktionen zu bieten.
wenn das interesse aber gering ist, werde ich mir überlegen müssen,
ob ich die ganze sache nicht doch lieber im sande verlaufen lassen sollte.
na ja, mal sehen.
ich bin recht erstaunt, dass wir (ihr?) beim letzten training über taktische belange diskutiert haben.
davon habe ich leider nichts mitbekommen, es freut mich aber, dass so ein gespräch aufgekommen ist.
meiner meinung nach sollten wir schon seit geraumer zeit unsere vielen taktischen fehlleistungen korrigieren.
bisher hatte ich allerdings den eindruck, dass dies von den meisten akteuren nicht gewollt wird, da sogar die einfachsten taktischen regeln des volleyballsports bei uns nicht umgesetzt werden.
viele von uns werden sich aufgrund des fortgeschrittenen alters im athletischen bereich gar nicht und im technischen bereich nur sehr gering weiterentwickeln können.
aber im bereich der taktik steckt potential (fast) ohne ende.
dabei ist vieles nur eine frage der konzentration und des willens.
was ich nicht will, das mache ich auch nicht, basta (obwohl ich es besser weiß).
ist so auch viel bequemer.
und es ist deshalb auch eine frage des eigenen anspruchs an den sport, den ich betreibe.
will ich, dass ich im wettkampf eine niederlage nach der anderen einstecken muss oder will ich diesen zustand verändern.
wenn ich für veränderung bin, muss ich mich einbringen, muss agieren, muss wollen.
ob das bei dem gros unserer truppe der fall ist, wage ich zu bezweifeln.
ein indiz für mich wäre die teilnahme an so einer diskussion wie dieser hier im volleyblog.
aber du wirst sehen, dass sich nur sehr wenige beteiligen werden.
alles andere würde mich gewaltig wundern und überraschen.
jwqlb
Wie ich an deiner Reaktion merke, rumort es halt überall im Untergrund, und das geht jedem so, der einen Grundansatz von Ehrgeiz hat, und den hat ja jeder, wenn auch manchmal in verschiedenen Richtungen.
Zur “Taktikdiskussion” vom letzten Mal, war eigentlich fast am Rande passiert, aber genau deshalb wichtig, Roland hat es so angesprochen, und ich fand er hat Recht.
Thorsten wollte sogar eine Kamera besorgen, um evtl. Aufnahmen zu machen.
Bevor wir wieder in Aktionismus verfallen, ohne erkennbare Nachhaltigkeit, wäre meiner Meinung nach einfach mal ein Gespräch gemeinsam erforderlich.
Was mich betrifft fehlen mir oft die regeltechnischen und vor allem taktischen Hintergründe, dann kommen eben “aus dem Bauch”-Meinungen raus, und die sind ja nicht immer richtig.
Also kann ich sie auch nicht progressiv vertreten.
Ich sehe es genauso wie du, dass die athletische Basis so ist wie sie ist, die technische teilweise entwicklungsfähig ist, die taktische aber altersunabhängig teilweise überhaupt erstmal hergestellt werden muss (und da zähle ich mich genauso dazu).
Und dazu brauchen wir mal einen Konsens zwischen all denen, die im Wettkampf zusammen spielen wollen. Und dazu gehört auch die eindeutige Zuordnung von Verantwortung, sei es als Kapitän (verzeihung: Spielführer, oder?…) oder als Taktikverantwortlicher im Training.
Und der diese Verantwortung trägt, von uns übertragen bekommt, der nimmt sie auch wahr, und wird auch akzeptiert, wenn das bei uns klappen würde, wäre allein das ist aus meiner Sicht schon ein Gewinn.
So, Platz ist alle, bis später!
@ matthias:
gegen den einsatz von technik ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden.
ich bin sogar ein echter technikfetischist (obwohl ich von vielen dingen null ahnung habe).
aber in diesem fall bin ich doch eher der meinung, dass wir mit kanonen auf spatzen schießen würden.
mit dem notwendigen persönlichen engagement (im sinne von intensives bis leidenschaftliches eintreten für ein ziel) jedes willigen einzelnen könnten wir das viel einfacher auf den weg bringen.
ich gebe dir einhundertprozentig recht, wenn du sagst, dass ein gemeinsames gespräch – in der richtigen atmosphäre – dringend erforderlich wäre.
dieser gedankenaustausch war in meinen augen eigentlich schon nach dem saisonende 2007 mehr als überfällig.
warum haben wir es nicht auf die reihe bekommen?
ich weiß es nicht.
um eines auch mal klarzustellen:
ich maße mir nicht an zu sagen, dass ich speziell die taktischen- und im allgemeinen sämtliche volleyballerischen weisheiten mit dem löffel gefressen habe.
das war auch ein grund, warum ich mich in den letzten monaten mit irgendwelchen trainingsmaßnahmen zurückgehalten habe.
ein anderer, viel wichtigerer, grund war (und ist) sicherlich, dass ich den eindruck gewonnen hatte, dass es wenig sinn macht etwas zu trainieren, was später in keiner weise umgesetzt wird, obwohl es sicherlich möglich gewesen wäre.
sisyphos läßt grüßen!
ja, matthias, wenn wir hier weiterhin nur als duo unserer kreise ziehen, mache ich dir den vorschlag, dass wir beide uns mal zusammensetzen, das eine oder andere besprechen und uns vorschläge für die weiterentwicklung unseres “teams” erarbeiten.
es wäre schön, wenn wir in zukunft nach dem training oder nach einem wettkampf die halle verlassen könnten ohne uns nur sagen zu können (zu müssen):
“gut waren wir nicht, erfolgreich waren wir nicht, dazugelernt haben wir auch nichts – wir haben uns aber ein wenig bewegt und geschwitzt und das soll ja auch gesund sein.”
jwqlb
ps:

schon wieder dieses mistvieh!
hoffentlich ist das kein virus.
Guten morgen,
dein virus macht mir freude, allerdings neigt man ständig zum wegwischen…macht einen ganz kirre…
Vorschlag:
-weitere Reaktionen im volleyblog abwarten…
-Kerntruppe ausgucken
-hinsetzen und reden (vor dem 19.1.)
-entscheiden und umsetzen
und das besprechen wir diesen Donnerstag
in diesem Sinne beste Verrichtung bis dahin!
@ matthias:
na denne.
jwqlb
ps:

ich hab das vieh erwischt.
(alle tierschützer mögen mir verzeihen.)
Hallo Jörg,
wie gesehen, bisher keine weiteren Reaktionen.
Warst am Do. nicht so zufrieden mit der Verabredung?
Finde aber, wir beide sollten uns zumindest einen Gesprächsplan machen für Mittwoch,
Themen: Teamarbeit an oberster Stelle, was heißt das für uns?
Taktiktraining, Spielführer wer?
Trainingsaufbau wie?
oder was meinst du?
Gruß,
Matthias
@ matthias:
doch, doch, die verabredung ist schon in ordnung.
die begeisterung der am mi. beteiligten hielt sich allerdings in grenzen.
ist auch verständlich, da es sicher nicht sehr lustig wird.
es geht ja schließlich auch nicht nur um vier oder fünf figuren sondern um die gesamte trainingscrew.
gut, dass du ein konzept vorschlägst.
ich z. b. würde gern ein paar fragen an die runde richten:
- welchen stellenwert nimmt der volleyballsport noch in eurem (unserem) leben ein und wie hoch ist die bereitschaft darin zu investieren?
- wie schätzt ihr die momentane kommunikationssituation in der mannschaft ein (das meinst du sicherlich mit “teamarbeit”)?
besteht dahingehend verbesserungsbedarf, wenn ja, mit welchen mitteln?
- herrscht zufriedenheit mit der leistung der mannschaft im training und im wettkampf?
sicher nicht, aber welche änderungsvorschläge habt ihr?
das sind mal grob gerastert meine drei kernpunkte, die ich gern zur diskussion stellen würde.
da gibt es sicherlich viel zu bereden.
ich befürchte allerdings, dass der abend dazu zeitlich zu kurz bemessen sein wird.
möchtest du als moderator auftreten?
jwqlb
Guten morgen, bin gestern nicht mehr dazu gekommen
Moderator kein Problem, deine Fragen sind unbedingt zu stellen, außerdem finde ich auch die Fragen interessant:
wie schätzt ihr eure eigene Leistung ein?
was empfindet ihr selbst als größtes Manko im Teamverbund während der Wettkämpfe?
Warum läuft es manchmal im Turnier besser als im Spielbetrieb?
ansonsten bis heute abend!
@ matthias:
ja, wunderbar.
na dann, nichts wie hin!
(hoffentlich finde ich den schuppen.)
jwqlb