volleyball casebook
kapitel 4 - spielsituationen

Eindringen unter dem Netz
4.11
Problemstellung:
“Ein Hauptangreifer erhält als Hinterspieler einen Ball über der Vorderzone zugespielt.
Er springt hinter der Angriffslinie ab, macht einen exzellenten Angriffsschlag und landet mit seinen Fersen auf der Mittellinie, mit dem Rest des Fußes auf dem des gegnerischen Blockers.
Dieser versucht, den nächsten Ball zu spielen, kann sich aber nicht schnell genug bewegen, um den Ball zu erreichen.
Er reklamiert beim 2. Schiedsrichter die Behinderung, aber dieser ignoriert die Reklamation.
Ähnliche Situationen tauchen noch mehrmals auf und wurden jedes Mal vom 2. Schiedsrichter ignoriert.
Ist dies eine korrekte Beurteilung der Situation durch den 2. Schiedsrichter?”
Entscheidung:
“Regel 11.2.1 stellt fest, dass es erlaubt ist, in den gegnerischen Raum unter dem Netz einzudringen, vorausgesetzt, dass das Spiel dadurch nicht beeinträchtigt wird.
Es ist ganz klar, dass die Behinderung eines Spielers nicht erlaubt ist.
Ob in diesem speziellen Fall eine Behinderung vorliegt, kann hier nicht entschieden werden; es ist allerdings begründet, anzunehmen, dass ein Spieler, der völlig in seiner Spielfeldhälfte steht und von einem Gegner berührt wird, dabei behindert wird.
In diesem Fall muss der behindernde Spieler bestraft werden.
Diese Fälle zu beobachten, gehört zu den ausdrücklichen Aufgaben des 2. Schiedsrichters.”
Regeln
11.2.1;
11.2.2.1;
11.2.4
casebook-einleitung hier.
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